26 February 2026, 08:37

Asahi Kasei kauft Aicuris für 780 Millionen Euro – Durchbruch bei antiviralen Therapien

Ein Plakat mit Text und einem Logo, auf dem "Sichere, aktualisierte Impfungen sind für alle drei wichtigsten Atemwegserkrankungen im Herbst und Winter verfügbar." steht.

Asahi Kasei kauft Aicuris für 780 Millionen Euro – Durchbruch bei antiviralen Therapien

Asahi Kasei übernimmt Aicuris Anti-infective Cures für 780 Millionen Euro

Die Aicuris Anti-infective Cures AG hat zugestimmt, vom japanischen Konzern Asahi Kasei für rund 780 Millionen Euro (ca. 920 Millionen US-Dollar) übernommen zu werden. Die Transaktion, deren Abschluss für Anfang 2026 erwartet wird, soll das Portfolio von Asahi Kasei im Bereich der Therapien gegen schwere virale Infektionen bei immungeschwächten Patienten erweitern.

Die Übernahme basiert auf einer verbindlichen Vereinbarung, die sämtliche Anteile des deutschen Biopharmaunternehmens umfasst.

Aicuris hat eine Pipeline mit Schwerpunkt auf antiviralen Behandlungen aufgebaut. Der vielversprechendste Wirkstoffkandidat, Pritelivir, zeigte kürzlich in einer globalen Phase-3-Studie bei therapierefraktären Herpes-simplex-Virus-Infektionen statistisch signifikante Überlegenheit gegenüber bestehenden Behandlungen – insbesondere bei immungeschwächten Patienten.

Zu den weiteren Projekten gehört AIC468, eine Therapie in Phase-2-Reife, die auf die Reaktivierung des BK-Virus bei Nierentransplantationspatienten abzielt. Beide Programme passen zu Asahi Kaseis Strategie, sein Gesundheitsangebot auszubauen.

Larry Edwards, CEO von Aicuris, betonte, dass die Übernahme die Forschung beschleunigen, die Markteinführung in den USA vorantreiben und mehr Patienten weltweit den Zugang zu den Therapien ermöglichen werde. Ken Shinomiya, Leiter des Gesundheitsbereichs von Asahi Kasei, ergänzte, dass die Akquisition die Wertschöpfung in den prioritären Geschäftsbereichen des Unternehmens stärken werde.

Bei den finanziellen Aspekten wird Aicuris von der Bank of America Europe DAC beraten, während die Kanzlei Gibson Dunn die rechtliche Begleitung übernimmt. Christian Foerster, Geschäftsführer bei ATHOS – einem frühen Investor in Aicuris – hob die Fortschritte des Unternehmens und das Potenzial seiner Therapien für Patienten mit dringendem Behandlungsbedarf hervor.

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Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und soll in der ersten Jahreshälfte 2026 vollzogen werden.

Nach der Finalisierung wird Aicuris in die Gesundheitsdivision von Asahi Kasei eingegliedert. Ziel der Übernahme ist es, den Zugang zu antiviralen Therapien für besonders gefährdete Patientengruppen zu verbessern. Asahi Kasei plant, die Pipeline von Aicuris zu nutzen, um seine Position in der Behandlung von Infektionskrankheiten weiter zu festigen.