Arnsberg setzt auf KI und Sensoren gegen Hochwasser und Starkregen
Laila SchomberArnsberg setzt auf KI und Sensoren gegen Hochwasser und Starkregen
Arnsberg führt neues Hochwasser-Frühwarnsystem ein, um die Stadt besser vor Starkregen zu schützen
Ab April 2026 sind in Arnsberg 15 Wasserstandssensoren entlang kleinerer Zuflüsse der Ruhr installiert worden. Das Projekt soll Behörden schnellere und präzisere Daten liefern, noch bevor Überschwemmungen kritische Ausmaße erreichen.
Die Sensoren sind Teil des Förderprogramms "Modellprojekte Smart Cities". Sie erfassen in Echtzeit die Wasserstände in Bächen im gesamten Stadtgebiet und ermöglichen es den Verantwortlichen, Veränderungen zu erkennen, bevor sie sich auf den Ruhrfluss auswirken. Die Daten fließen in ein KI-gestütztes System ein, das kommunale Dienstleister warnen soll, noch bevor Notfälle eintreten.
Die Feuerwehr erhält durch das System frühzeitige Warnmeldungen und kann so reagieren, noch bevor die ersten Notrufe eingehen. Zudem werden die Hochwasser- und Starkregengefahrenkarten von Nordrhein-Westfalen in den "Digitalen Zwilling" Arnsbergs integriert – ein 3D-Stadtmodell, das online abrufbar ist. Bürgerinnen und Bürger können Live-Updates über das Arnsberger Klima-Dashboard unter www.ourwebsite/klimadashboard einsehen.
Aktuell werden die KI-Modelle noch mit den neuen Sensordaten trainiert. Im Laufe des kommenden Jahres soll das System voll funktionsfähig sein. Langfristig ist geplant, auch die Bodenfeuchtigkeit zu messen, um Vorhersagen bei Extremwetter weiter zu verbessern.
Das Projekt ist Teil der Arnsberger Nachhaltigkeitsstrategie und unterstützt drei der UN-Nachhaltigkeitsziele: Innovation in der Industrie, nachhaltige Städte sowie Klimaschutz. Sobald das System vollständig aktiv ist, ermöglicht es eine Echtzeit-Überwachung von Hochwasserlagen und beschleunigte Notfallreaktionen. Die Behörden erhoffen sich dadurch weniger Schäden und eine höhere Sicherheit bei Starkregenereignissen.






