Armin Laschet übernimmt Führung des Karlspreises nach Jürgen Drews’ Ära
Kirsten HentschelArmin Laschet übernimmt Führung des Karlspreises nach Jürgen Drews’ Ära
Nach mehr als drei Jahrzehnten unter Jürgen Drews hat der Karlspreis eine neue Führung. Armin Laschet, der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, übernimmt nun den Vorsitz des Kuratoriums, das die renommierte Auszeichnung vergibt. Der Wechsel folgt auf Drews' Entscheidung, sich im Alter von 78 Jahren zurückzuziehen.
Jürgen Drews leitete den Karlspreis seit 2010. Während seiner Amtszeit entwickelte sich die Auszeichnung über die jährliche Verleihungszeremonie hinaus zu einem ganzjährigen Programm. Diskussionsrunden, Foren und Veranstaltungen wurden eingeführt, um ein breiteres Publikum – insbesondere junge Menschen – einzubinden.
Armin Laschet ist seit Langem mit dem Preis verbunden. Er gehörte von 2000 bis 2020 dem Kuratorium an und kehrte 2022 zurück. Seine Wahl zum neuen Vorsitzenden galt als erwartet. Offiziell trägt er den Titel Vorsitzender des Direktoriums und wird die Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen leiten. Dr. Angela Maas und Christoph Schmallenbach unterstützen ihn als Stellvertreter. Die Organisation bleibt ihrem Ziel verpflichtet, die europäische Einheit zu fördern. Laschets Erfahrung und seine bisherige Mitwirkung qualifizieren ihn, diese Mission wirksam fortzuführen.
Der Wechsel markiert das Ende von Drews' langjähriger Führung. Unter seiner Ägide wuchs der Preis zu einer dynamischeren und sichtbareren Institution heran. Laschet übernimmt nun mit dem klaren Auftrag, dessen Einfluss in Europa zu bewahren und auszubauen.