04 January 2026, 14:16

Arbeitgeberverband NRW schließt AfD von allen Veranstaltungen aus

Ein Lagerraum voller verschiedener Flaschen und Dosen, mit einem Supra-Banner in der Mitte und einem LM-Logo in der rechten unteren Ecke.

Arbeitgeberverband NRW schließt AfD von allen Veranstaltungen aus

Der Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (Unternehmer.NRW) hat eine Einladung der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu seinen Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund von Bedenken hinsichtlich der Haltung der Partei zu Demokratie, Wirtschaftspolitik und der Mitgliedschaft Deutschlands in der Europäischen Union. Die Führungsspitze des Wirtschaftsverbands hat deutlich gemacht, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht infrage kommt.

Der Hauptgeschäftsführer von Unternehmer.NRW, Johannes Pöttering, bestätigte, dass eine konstruktive inhaltliche Arbeit mit der AfD nicht möglich sei. Er verwies darauf, dass die Positionen der Partei grundlegend mit den Werten des Verbands unvereinbar seien. Bisher gibt es auch keine Aufzeichnungen darüber, dass die Organisation jemals eine offizielle Veranstaltung mit der AfD abgehalten hätte.

Große Teile der AfD lehnen zentral demokratische Prinzipien wie Freiheit, Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit offen ab. Zudem stellt sich die Partei gegen die soziale Marktwirtschaft, die seit dem Krieg eine Säule des deutschen Wohlstands darstellt. Ihre wiederholten Forderungen nach einem Austritt Deutschlands aus der EU haben zudem Alarm ausgelöst. Ökonomen warnen, dass ein EU-Austritt die Wettbewerbsfähigkeit des Landes, Arbeitsplätze und die allgemeine wirtschaftliche Stabilität gefährden würde. Die Haltung des Verbands spiegelt die breiteren Sorgen der Wirtschaft über die Politik der AfD und deren mögliche Folgen wider.

Der Ausschluss der AfD von Veranstaltungen des Unternehmer.NRW unterstreicht die tiefen Gräben zwischen der Partei und führenden Wirtschaftsorganisationen. Ohne eine Geschichte der Zusammenarbeit und ohne Pläne für künftige Kontakte hat der Verband eine klare Grenze gezogen. Die Entscheidung verdeutlicht die anhaltenden Spannungen über die politische Ausrichtung der AfD und deren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft.