17 June 2026, 16:44

Algenfasern statt Baumwolle: Wie ein Start-up die Textilbranche revolutionieren will

Algacore-Projekt der Textil- und Bekleidungstechnologie-Fakultät an der Niederrhein Universität der angewandten Wissenschaften - Bekleidung aus Algen in der Zukunft?

Algenfasern statt Baumwolle: Wie ein Start-up die Textilbranche revolutionieren will

Das Algacore-Projekt erhält fast 968.000 Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm

Das Vorhaben fördert vielversprechende, technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Mit dem Projekt soll die Textilproduktion durch nachhaltige Fasern auf Algenbasis revolutioniert werden.

Die Textilbranche steht unter Veränderungsdruck. Die steigende Nachfrage nach Naturfasern und die Kritik an synthetischen Materialien treiben den Wandel voran. Der herkömmliche Baumwollanbau verbraucht große Mengen Wasser, Fläche und Pestizide, während synthetische Fasern auf endliche Ressourcen angewiesen sind und Mikroplastik freisetzen.

Algacore knüpft an das AlgaTex-Projekt an, das zuvor fadenförmige Grünalgen als mögliche Faserquelle untersuchte. Unter der Leitung von Leon Blanckart entwickelt das Team nun eine neuartige Faser aus Süßwasseralgen. Ziel ist ein tragfähiger Ersatz für Baumwolle und synthetische Fasern, der sowohl ökologisch verträglich als auch industriell umsetzbar ist.

Mit einer 18-monatigen Förderung wird die Forschung ausgebaut. Das Team will beweisen, dass erneuerbare Algen innovative, nachhaltige Materialien liefern können. Gleichzeitig sollen die Grundlagen für ein Start-up gelegt werden, um die Technologie auf den Markt zu bringen.

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Das Algacore-Projekt strebt an zu zeigen, dass algenbasierte Fasern herkömmliche Textilmaterialien ersetzen können. Bei Erfolg böte dies der Branche eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Alternative. Die Förderung beschleunigt die Forschung und bringt die kommerzielle Produktion einen Schritt näher.

Quelle