25 January 2026, 10:23

AKK gegen Merz-Favorit: Machtkampf um die Konrad-Adenauer-Stiftung

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Frau in einem Kleid, die mit gefalteten Händen und erhobenem Haupt steht und Entschlossenheit und Stärke ausstrahlt.

AKK gegen Merz-Favorit: Machtkampf um die Konrad-Adenauer-Stiftung

Ein hochkarätiges Rennen um die Präsidentschaft der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) hat begonnen. Annegret Kramp-Karrenbauer, bekannt als AKK, hat ihre Kandidatur erklärt und stellt sich damit gegen Günter Krings, der von Bundeskanzler Friedrich Merz unterstützt wird. Die Wahl, die am 7. Dezember 2025 in Berlin stattfindet, könnte erstmals eine Frau an die Spitze der einflussreichen Stiftung bringen.

Der amtierende Präsident, Norbert Lammert, tritt nicht erneut an und hinterlässt damit eine vakante Position. Da bisher kein klarer Konsens in Sicht ist, könnte die KAS-Führung am 19. Dezember eine entscheidende Abstimmung abhalten, falls zuvor keine Einigung erzielt wird.

AKK gab ihre Bewerbung Mitte Dezember bekannt und tritt damit gegen Krings an, einen CDU-Bundestagsabgeordneten. Merz hatte Krings offiziell als seinen Favoriten vorgeschlagen – eine Konstellation, die an frühere politische Rivalitäten erinnert. Bereits im Dezember 2018 hatte AKK Merz in einer knappen Stichwahl um den CDU-Vorsitz geschlagen.

Ihre politische Laufbahn umfasst Jahrzehnte mit Stationen als Landes- und Bundesministerin, Ministerpräsidentin des Saarlandes und CDU-Generalsekretärin. Zudem war sie Bundesverteidigungsministerin, was ihr internationale Erfahrung verschafft – ein Pluspunkt angesichts des globalen Engagements der KAS. Bei einer Wahl würde sie die erste Präsidentin in der Geschichte der Stiftung werden. Bisher hat sich die KAS-Führung noch nicht auf einen Kandidaten geeinigt, sodass eine kampfbetonte Abstimmung möglich bleibt. Sollte bis dahin keine Lösung gefunden werden, kommt es am 19. Dezember, nur wenige Tage nach dem ursprünglichen Wahltermin, zu einer förmlichen Wahl. Das Ergebnis wird entscheiden, wer Lammert nachfolgt, der auf eine weitere Amtszeit verzichtet.

Die Wahl wird bestimmen, ob AKK oder Krings Anfang 2026 die Führung der KAS übernehmen. Ein Sieg AKKs würde einen historischen Wandel bedeuten und ihre umfangreiche politische Expertise in die Rolle einbringen. Die künftige Ausrichtung der Stiftung hängt maßgeblich von der in den kommenden Wochen gewählten Führung ab.