08 February 2026, 10:25

AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Widerstand aus der Nachbarschaft

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder und Plakate vor einem Gebäude, mit zwei Personen auf einem Objekt im Vordergrund und einem Müllcontainer rechts, während einer Demonstration in Deutschland, mit Gebäuden, Fenstern, Lichtern und Schildern im Hintergrund.

AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Widerstand aus der Nachbarschaft

In Münster-Coerde fand am Wochenende eine rechtsextreme Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) statt. Rund 60 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil, die jedoch auf deutlich größeren Widerstand stieß. Lokale Gruppen mobilisierten sich, um gegen die Präsenz der Partei im Stadtteil zu protestieren.

Die AfD-Demonstration begann mit Reden von Parteimitgliedern, darunter der Landespressesprecher. Unter den Teilnehmern war auch Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Nähe von Münster. Er kritisierte die staatlichen Ausgaben für Auslandshilfe und forderte stattdessen eine bessere Unterstützung für ältere Menschen in Deutschland, die in Not leben. Zudem sprach er sich für Änderungen in der Wirtschafts- und Migrationspolitik aus.

Die Polizei sorgte für eine klare Trennung zwischen der AfD-Kundgebung und den Gegenprotesten. Organisiert vom Bündnis "Keinen Zentimeter den Nazis" und der lokalen Initiative "Coerde ist bunt", versammelten sich etwa 450 Menschen, um ihren Widerstand auszudrücken. Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin und Mitglied von "Coerde ist bunt", positionierte sich deutlich gegen die Politik der AfD. Sie argumentierte, die Partei biete keine echten Lösungen, sondern mache stattdessen Minderheiten für Probleme verantwortlich.

Gardias betonte die Bedeutung von Zusammenhalt und rief die Gemeinschaft dazu auf, sich nicht von spaltender Rhetorik beeinflussen zu lassen. Öffentliche Daten zu möglichen Verschiebungen der politischen Stimmung in Münster-Coerde oder anderen Stadtteilen seit der Wahl 2023 liegen nicht vor. Lokale Analysen erfassen Ergebnisse selten auf dieser Ebene einzelner Viertel.

Die Veranstaltung verlief dank polizeilichen Einsatzes ohne größere Zwischenfälle. Die Gegenproteste überstiegen die AfD-Kundgebung zahlenmäßig deutlich – ein Zeichen für den starken lokalen Widerstand. Bisher sind keine weiteren Demonstrationen in der Region angekündigt.