AfD in NRW enttäuscht: Kommunalwahlen zeigen deutlichen Stimmenrückgang
Mark BolnbachAfD in NRW enttäuscht: Kommunalwahlen zeigen deutlichen Stimmenrückgang
AfD in Nordrhein-Westfalen: Wahlergebnisse hinter den Erwartungen zurück
Die AfD schnitt bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen schwächer ab als zuvor angenommen. Trotz Siegessicherheit der Parteiführung zeigten die Ergebnisse einen Rückgang der Unterstützung im Vergleich zu früheren Wahlen. Die rechtsextreme Partei spielte im Wahlkampf nur eine untergeordnete Rolle und wurde von lokalen Themen überlagert.
Die am 29. September 2025 im Politik-Newsletter 5 Westblick veröffentlichte Analyse untersucht, warum der Einfluss der AfD sowohl von politischen Gegnern als auch von Medien überschätzt worden sein könnte.
In der ersten Runde der Ratswahlen in NRW erreichte die AfD 14,5 Prozent der Stimmen – ein Ergebnis, das hinter dem Bundestrends der Februarwahl zurückblieb, als die Partei noch stärker abgeschnitten hatte. In den anschließenden Stichwahlen konnte keiner der vier AfD-Kandidaten einen Sitz erringen; alle unterlagen Bewerbern anderer Parteien.
Auch absolut betrachtet verlor die AfD an Zustimmung: In der zweiten Wahlrunde stimmten weniger Wähler für die Partei als im ersten Durchgang. Dennoch bezeichnete der Landesvorsitzende Martin Vincentz das Ergebnis als Erfolg und stilisierte es als „Schritt nach vorn“ für die Bewegung.
Interne Konflikte verschärfen die Probleme der Partei. Vincentz steht seit Langem in Streit mit rechtsextremen Flügeln innerhalb der AfD, was die Instabilität weiter verstärkt. Politische Beobachter wiesen zudem darauf hin, dass die AfD im Wahlkampf nie im Mittelpunkt stand. Die Debatten drehten sich vor allem um lokale Themen, während die Partei in den Diskussionen eine Nebenrolle spielte.
Die Ergebnisse der AfD in NRW offenbaren eine Kluft zwischen wahrgenommener Bedeutung und tatsächlicher Performance. Zwar bleibt die Partei in der Landespolitik präsent, doch ihr Stimmenanteil und die Niederlagen in den Stichwahlen deuten auf begrenzte Wachstumschancen hin. Die Wahl unterstrich zudem die tiefen Gräben innerhalb der AfD, wo interne Machtkämpfe weiterhin ihre Ausrichtung prägen.






