AfD gewinnt überraschend an Zuspruch bei Migranten – doch nicht überall
Laila SchomberAfD gewinnt überraschend an Zuspruch bei Migranten – doch nicht überall
Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt eine wachsende Unterstützung für die AfD unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die Ergebnisse verdeutlichen deutliche Verschiebungen, insbesondere in polnischen und türkischen Communities. Die Forscher warnen jedoch, die Daten wegen ungewichteter Stichprobengrößen mit Vorsicht zu betrachten.
Laut der Untersuchung führt die AfD bei Deutschstämmigen polnischer Herkunft mit 33 Prozent Zustimmung. Auch Spätaussiedler unterstützen die Partei stark – 31 Prozent sprechen sich für sie aus. Beide Gruppen teilen weitgehend die AfD-Position zur Begrenzung von Zuwanderung.
Bei Deutschtürken sieht das Bild völlig anders aus: Nur 8 Prozent stehen hinter der AfD, was dem Wert der Grünen entspricht, während die SPD mit 35 Prozent klar dominiert. Russischstämmige liegen dazwischen und zeigen eine moderate AfD-Unterstützung.
Die Union hat bei Nachkommen polnischer und russischer Herkunft an Boden verloren, was die AfD zusätzlich stärkt. Dieser Trend spiegelt aktuelle Wahlergebnisse in Nordrhein-Westfalen wider, wo die AfD in mehreren Ruhrgebietsstädten auf Platz zwei oder sogar an der Spitze landete.
Die Daten bestätigen den wachsenden Zuspruch für die AfD in Westdeutschland und bestimmten Migrantengruppen. Polnischstämmige und Spätaussiedler unterstützen die Partei am stärksten, während Deutschtürken deutlich distanzierter bleiben. Die Forscher betonen, dass die klaren Ergebnisse aufgrund methodischer Einschränkungen sorgfältig interpretiert werden müssen.






