Abschied von der "Arche": Katholische Kirche schließt beliebtes Gemeinschaftszentrum bis 2027
Abschied von der "Arche": Katholische Kirche schließt beliebtes Gemeinschaftszentrum bis 2027
Das Gemeinschaftszentrum "Arche" in der Eichenstraße wird bis Februar 2027 seine Türen für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen der katholischen Kirche schließen. Der Kirchenvorstand hat offiziell die Entwidmung des Gebäudes beantragt und setzt damit dem Ende einer Ära ein Zeichen. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1983 diente das Zentrum als zentraler Treffpunkt für die Gemeinde.
Die Entscheidung, die "Arche" zu schließen, fiel nicht über Nacht. Pfarrer Joachim Römelt erklärte, dass die Pläne für die schrittweise Aufgabe des Standorts bereits seit 2011 bestünden. Zwischen 2020 und 2030 sei ein schrittweiser Rückzug vorgesehen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Vorhabens der katholischen Kirche in Solingen, ihren Gebäudebestand bis Mitte der 2030er Jahre zu halbieren – von derzeit etwa 900 auf rund 450 Immobilien.
Alle künftigen Gottesdienste und Veranstaltungen der katholischen Kirche werden in die Dorper Kirche verlegt, die über eine vollständige Infrastruktur verfügt. Dazu gehören ein Kirchenraum, ein Café, ein großer Gemeindesaal, mehrere Gruppenräume sowie eine Außenfläche als grüner Begegnungsort. Einige Treffen sollen zudem im nahegelegenen Goudahof stattfinden, das barrierefrei zugänglich ist und damit auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität gerecht wird.
Von der Schließung betroffen ist nicht die benachbarte Kita Arche, die ihren Betrieb wie gewohnt fortsetzt. Andrea Enders, eine Kirchenälteste, bezeichnete die Zusammenlegung als notwendigen Schritt und verwies auf eine schrumpfende Gemeinde mit weniger Personal und geringerem Raumbedarf. Pfarrer Raphaela Demski-Galla räumte ein, dass der Abschied für viele emotional belastend sei, betonte jedoch, dass die Gemeinde seit Jahren über die langfristigen Pläne informiert worden sei.
Die Entwidmung der "Arche" tritt am 1. Februar 2027 in Kraft. Ab dann werden sich Gottesdienste und kirchliches Leben auf die Dorper Kirche konzentrieren, während die benachbarte Kita weiterhin unbeeinflusst bleibt. Die Veränderung spiegelt eine übergeordnete Strategie wider: die Kirchenarbeit an weniger, aber nachhaltigeren Standorten zu bündeln.
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