17 February 2026, 02:15

Aachener Start-up revolutioniert mit Aerogel-Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen

Eine Faser weißer Seidenfaden mit einer Zahl darauf, der auf einer grauen Oberfläche liegt.

Aachener Start-up revolutioniert mit Aerogel-Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen

Solid Air Dynamics, ein Spin-off der RWTH Aachen, gewinnt zweiten Platz beim renommierten RWTH-Innovationspreis

Das Unternehmen wurde für seine bahnbrechende Arbeit an aerogelbasierten Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen ausgezeichnet. Die Technologie birgt das Potenzial, Branchen wie Bauwesen, Mobilität und Sportbekleidung zu revolutionieren.

Hinter Solid Air Dynamics steht ein Gründerteam des Instituts für Textiltechnik der RWTH Aachen: Dr. Sascha Schriever, Dr. Jens Hofer und Maximilian Mohr sowie Dr. Christian Schwotzer vom Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik. Ihre seit etwa 2020 in Zusammenarbeit mit der RWTH entwickelte Forschung konzentriert sich auf Fasern, die zu über 90 Prozent aus Luft bestehen. Diese Aerogel-Fasern sind extrem leicht, vollständig biologisch abbaubar und bieten herausragende Wärmeisolierung.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der jährlichen Veranstaltung RWTHtransparent in Aachen statt. Trotz der Anerkennung befindet sich die Technologie 2026 noch in einer frühen Phase. Zwar hat Solid Air Dynamics Pilotversuche und Prototypen entwickelt, doch haben bisher keine großen Unternehmen die Fasern für den großflächigen Einsatz in Dämmstoffen, der Luft- und Raumfahrt oder Textilien übernommen.

Das Unternehmen strebt an, mit seinen Hochleistungsmaterialien mehrere Branchen zu verändern. Mögliche Anwendungen reichen von hocheffizienter Gebäudedämmung über funktionale Sportbekleidung bis hin zu leichten Automobilkomponenten.

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Solid Air Dynamics arbeitet weiterhin an der Verfeinerung seiner Aerogel-Fasertechnologie und zielt auf Industrien ab, in denen leichte, nachhaltige Dämmstoffe gefragt sind. Der RWTH-Innovationspreis unterstreicht die regionale Bedeutung und das innovative Potenzial des Projekts. Eine breite kommerzielle Nutzung steht jedoch noch aus – das Material befindet sich weiterhin in der Test- und Entwicklungsphase.