01 February 2026, 18:15

700 Menschen fordern in Düren Freiheit für Kurdistan und Unterstützung für Nordsyrien

Eine Gruppe von Polizisten in Uniformen, die Waffen halten, steht auf einer Straße in Ankara, Türkei, während einer anti-regierungsamtlichen Demonstration, mit Fahrzeugen, Menschen, Gebäuden und Texttafeln im Hintergrund.

700 Menschen fordern in Düren Freiheit für Kurdistan und Unterstützung für Nordsyrien

Friedensdemo "Freiheit für Kurdistan" in Düren – 700 Teilnehmer fordern Unterstützung für Nordsyrien

Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine friedliche Demonstration unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" statt. Rund 700 Teilnehmende versammelten sich, um ihre Solidarität mit Nordsyrien zum Ausdruck zu bringen – angesichts der zunehmenden Spannungen in der Region. Organisiert wurde die Kundgebung vom örtlichen Kurdischen Kulturverein; die Polizei begleitete die Veranstaltung mit erhöhter Präsenz.

Die Demonstration begann am Kaiserplatz, von wo aus die Teilnehmenden durch Dürens Innenstadt zogen. Die Behörden sicherten die zuvor abgestimmte Route ab, um die Sicherheit zu gewährleisten und das Recht auf Versammlungsfreiheit zu schützen. Größere Zwischenfälle blieben aus, doch zwei kleinere Vorfälle führten zu strafrechtlichen Ermittlungen – einer wegen Beleidigung, ein weiterer wegen versuchter Körperverletzung.

Die Abschlusskundgebung fand wieder am Kaiserplatz statt, wo Rednerinnen und Redner zu den Demonstranten sprachen. Im Mittelpunkt standen die prekäre Waffenruhe in Nordostsyrien, die erst am 24. Januar 2026 um einen Monat verlängert worden war, sowie die anhaltenden Angriffe der Hayat Tahrir al-Sham (HTS) seit dem 6. Januar und die militärische Aufrüstung der Türkei. Die Teilnehmenden wiesen zudem auf die dramatische humanitäre Lage in Kobanê hin und forderten die internationale Anerkennung der Demokratischen Autonomen Verwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES).

Solidaritätsveranstaltungen, darunter Podiumsdiskussionen in Berlin, griffen in der Folge die in Düren erhobenen Forderungen auf. Die Demonstration verlief largely geordnet; Veranstalter und Behörden arbeiteten eng zusammen, um Auseinandersetzungen zu vermeiden.

Die Kundgebung in Düren endete ohne schwere Störungen und unterstrich die lokale Unterstützung für kurdische Autonomie in Syrien. Zwar hält die Waffenruhe vorerst, doch die regionale Instabilität und die humanitären Herausforderungen bestehen fort. Die Behörden bestätigten, dass die Versammlungsfreiheit gewahrt blieb; die Ermittlungen zu den beiden kleineren Vorfällen laufen noch.