30 Jahre Leitende Notärzte: Wie der Rheinisch-Bergische Kreis die Notfallversorgung revolutionierte
Mark Bolnbach30 Jahre Leitende Notärzte: Wie der Rheinisch-Bergische Kreis die Notfallversorgung revolutionierte
Seit drei Jahrzehnten bietet der Rheinisch-Bergische Kreis eine rund um die Uhr verfügbare Notarztversorgung durch Leitende Notärzte (LNA) an. Der Dienst, der 1996 ins Leben gerufen wurde, ist bis heute ein zentraler Bestandteil der Notfallversorgung. In diesem Jahr steht ein Wandel bevor: Künftig werden der Kreis und die Stadt Leverkusen ihre LNA-Teams eigenständig betreiben.
Das LNA-System startete 1996 mit nur fünf Ärztinnen und Ärzten. Im Laufe der Zeit wuchs das Team auf sieben Mitglieder an, darunter zwei der ursprünglichen Gründungsmitglieder, die noch immer im Dienst sind. Zu den Aufgaben des Teams gehören die Einschätzung von Verletzungen, die Koordination von Ressourcen und die Entscheidung, in welche Kliniken Patienten bei Großschadenslagen gebracht werden sollen.
Der Rheinisch-Bergische Kreis gehörte zu den ersten Regionen in Deutschland, die Leitende Notärzte einführten, noch bevor dies bundesweit zum Standard wurde. Mittlerweile sind die Anforderungen an die Rolle einheitlich geregelt: Um als LNA tätig zu sein, sind umfangreiche Berufserfahrung, eine spezielle Ausbildung sowie tiefgreifende Kenntnisse des lokalen Gesundheitssystems erforderlich. Im Jahr 2025 wurde das Team 22 Mal alarmiert. Neben der personellen Stärkung hat es kontinuierlich an der Optimierung des Systems gearbeitet – etwa durch verbesserte Einsatzfahrzeuge. Diese Maßnahmen sorgen für schnellere und besser koordinierte Notfallversorgung bei großen Einsatzlagen.
Aus einem kleinen Team hat sich der LNA-Dienst des Rheinisch-Bergischen Kreises zu einer fest etablierten Einrichtung entwickelt. Mit nun getrennten Diensten für den Kreis und Leverkusen passt sich das System weiter an. Im Mittelpunkt steht nach wie vor die Gewährleistung schneller, fachkundig geleiteter Notfalleinsätze.