20 December 2025, 06:34

2026 Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen, Straßen, Fahrzeugen und Himmel.

2026 Moers braucht einen ausgeglichenen Haushaltsplan

Moers braucht bis 2026 einen ausgeglichenen Haushaltsplan

Teaser: Da der Haushaltsentwurf für 2026 nicht ausgeglichen ist, muss die Stadt Moers einen konsolidierten Haushaltsplan (HSK) vorlegen.

19. Dezember 2025, 12:27 Uhr

Moers steht im Jahr 2026 vor einem Haushaltsdefizit von 42,9 Millionen Euro – das geht aus dem aktuellen Entwurf hervor. Verantwortlich für die Lücke sind steigende Kosten und nicht finanzierte gesetzliche Vorgaben, weshalb die Stadt nun Steuererhöhungen und Ausgabenanpassungen plant. Bürgermeisterin Julia Zupancic, seit November im Amt, wird die finale Abstimmung über den Haushalt im März leiten.

Die finanzielle Belastung der Stadt resultiert aus strukturellen Problemen, darunter höhere Personal- und Pensionskosten, die im kommenden Jahr auf 104,2 Millionen Euro ansteigen werden. Um das Defizit zu verringern, schlägt der HSK eine Erhöhung der Grundsteuer B um 11 Prozent vor, was jährlich zusätzliche Einnahmen von 3,2 Millionen Euro bringen soll.

Besonders stark wachsen werden die Ausgaben für Kinderbetreuung und Familienleistungen. Die Betriebskosten für Kitas und die Tagespflege steigen um 5,7 Millionen Euro, während die Gesamtmittel für Kinder-, Jugend- und Familienförderung um 10 Millionen Euro aufgestockt werden. Parallel dazu ist ein gesetzlich vorgeschriebener Konsolidierungskurs erforderlich, der bis 2035 jährliche Einsparungen von 4,5 Millionen Euro vorschreibt. Die Stadtverwaltung wird einen Strategie-Workshop abhalten, um weitere Kürzungsmöglichkeiten zu prüfen. Zudem wurde der Stadtrat aufgefordert, bis zur März-Abstimmung eigene Sparvorschläge einzureichen.

Das Defizit spiegelt übergeordnete Herausforderungen wider, darunter nicht finanzierte Pflichtaufgaben von Bund und Land, die den kommunalen Spielraum einschränken.

Der Haushalt 2026 wird im März endgültig beschlossen. Sollte der Plan durchkommen, tritt die Erhöhung der Grundsteuer B in Kraft, während die Stadt weiterhin nach langfristigen Einsparungen sucht. Der Konsolidierungskurs bleibt verbindlich und sieht bis zum nächsten Jahrzehnt jährliche Kürzungen vor.