2.300 Ratinger müssen wegen US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg fliehen
Mark Bolnbach2.300 Ratinger müssen wegen US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg fliehen
Amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratinger Innenstadt entdeckt – 2.300 Anwohner müssen evakuiert werden
Am Montag wurde in der Innenstadt von Ratingen eine US-amerikanische Fliegerbombe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gefunden, woraufhin etwa 2.300 Anwohner ihre Wohnungen verlassen mussten. Die 227 Kilogramm schwere Bombe wurde später von Kampmittelräumdiensten entschärft, doch die Aktion führte zu erheblichen Verzögerungen und Behinderungen im gesamten Gebiet.
Der Blindgänger war bei Routinearbeiten entdeckt worden, woraufhin die Behörden mehrere Straßen absperrten. Als Vorsichtsmaßnahme wurden Abschnitte des Hauser Rings sowie Zufahrtsstraßen in der Nähe der Evakuierungszone gesperrt.
Zu den geräumten Gebäuden zählten auch zwei Seniorenheime. Die Feuerwehr Ratingen, die Polizei und die örtliche Ordnungsbehörde koordinierten die Einsatzmaßnahmen. Rund 400 betroffene Anwohner fanden vorübergehend im Rathaus Unterkunft, während sie auf die Entwarnung warteten. Die Entschärfung dauerte länger als geplant, sodass die Rückkehr erst gegen 21:25 Uhr möglich war. Für einige ältere Evakuierte weckte der Fund schmerzhafte Erinnerungen an die Kriegszeit. Erst gegen 1:30 Uhr nachts konnten schließlich alle Heimbewohner in ihre Zimmer zurückkehren. Am Dienstag wurden die Frühstückszeiten in den Einrichtungen angepasst, um den Betroffenen nach der nächtlichen Unterbrechung zusätzliche Ruhe zu ermöglichen.
Die Bombe wurde am späten Montagabend erfolgreich unschädlich gemacht. Mittlerweile sind die Straßen und Gebäude in der Evakuierungszone wieder freigegeben. Dennoch blieb für viele Anwohner – insbesondere ältere Menschen – eine unruhige Nacht zurück. Die lokalen Behörden unterstützen weiterhin die von dem Vorfall Betroffenen.