04 May 2026, 18:21

16. Hilfskonvoi aus Bergisch Gladbach erreicht die Ukraine mit 54 Tonnen Lebenshilfe

Plakat mit der Aufschrift "American Rescue Plan" auf blauem Hintergrund, weißer Schrift und einem weißen und blauen Grafik eines Hauses mit einem roten Herzen, mit den Wörtern "American Rescue Plan" und "Hilfe ist da" in fetter weißer Schrift, neben einem Bild einer Person mit ausgestreckten Armen.

16. Hilfskonvoi aus Bergisch Gladbach erreicht die Ukraine mit 54 Tonnen Lebenshilfe

Freiwillige aus Bergisch Gladbach und Overath haben ihren 16. Hilfskonvoi in die Ukraine abgeschlossen. Vier Lastwagen mit 54 Tonnen lebenswichtigen Gütern erreichten nach langer Verzögerung an der polnischen Grenze die Stadt Chmelnyzkyj. Die Gruppe unterstützte zudem geflüchtete Familien und Hinterbliebene, die durch den Krieg Angehörige verloren haben.

Acht Fahrer brachen mit dem Konvoi auf, beladen mit Konserven, Winterkleidung, Spielzeug sowie Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Zucker und Salz. Zudem lieferten sie Holzöfen, um Familien auf die kommenden kalten Monate vorzubereiten. Vor Ort verteilten die Helfer die Hilfsgüter an Menschen, die vor der näher rückenden Front fliehen.

Die Reise war nicht ohne Hindernisse: An der polnisch-ukrainischen Grenze mussten die Freiwilligen 16 Stunden warten, während die Behörden die Ladung kontrollierten und abfertigten. Trotz der Verzögerung setzten sie ihren Weg nach Chmelnyzkyj fort, wo die Hilfe dringend benötigt wurde.

Neben der materiellen Unterstützung umfasste die Mission auch psychologische Betreuung. Die Psychologin Olena Lebedjewa leitete eine Selbsthilfegruppe für Frauen, die im Krieg ihre Ehemänner verloren hatten. Gleichzeitig berichtete Oleksander Chalsym, Leiter eines lokalen Traumazentrums, von einer wachsenden Zahl an Geflüchteten, die wöchentlich eintreffen. Das Zentrum hilft Familien weiterhin, die psychischen Folgen des Krieges zu bewältigen.

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In der Ukraine selbst erinnert ein tägliches Ritual an die Opfer des Krieges: Jeden Morgen um 9 Uhr hält das Land eine Schweigeminute für die Toten der anhaltenden Kämpfe ab.

Der nächste Hilfskonvoi ist bereits für November geplant. Die Organisatoren von Humanitäre Hilfe Bergisch Gladbach und Humanitäre Hilfe Overath werden eine weitere Lieferung auf den Weg bringen – diesmal inklusive eines Rettungswagens. Die anhaltenden Bemühungen zielen darauf ab, den vom Krieg Betroffenen sowohl praktische als auch emotionale Unterstützung zu bieten.

Quelle