26 February 2026, 16:41

117 Meter hoher Kühlturm des Kraftwerks Frimmersdorf in Sekunden gesprengt

Ein altes Gebäudeinnere mit Schutt auf dem Boden, darunter hölzerne Gegenstände, Treppen, Geländer, Wände, Fenster und andere Gegenstände.

Platz für das Neue: Kühlturm des Braunkohlekraftwerks explodiert - 117 Meter hoher Kühlturm des Kraftwerks Frimmersdorf in Sekunden gesprengt

117 Meter hoher Kühlturm des ehemaligen Kraftwerks Frimmersdorf gesprengt

Ein 117 Meter hoher Kühlturm des ehemaligen Kraftwerks Frimmersdorf wurde am Montag mit kontrollierten Sprengungen abgerissen. Das Bauwerk gehörte zu Block Q, einer 2021 stillgelegten Einheit, die den Spitznamen Die Quelle trug. Das Gelände wird derzeit im Rahmen eines umfassenden Plans umgestaltet, um aus der rheinischen Braunkohleregion ein digitales Innovationszentrum zu machen.

Der Turm war Teil des Kraftwerks Frimmersdorf, das in den 1960er-Jahren als größtes Kraftwerk Europas galt. Sein Abriss markiert einen wichtigen Schritt bei der Räumung des nördlichen Geländeteils – die vollständige Beseitigung der Altlasten soll bis Mitte 2028 abgeschlossen sein.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Aus Sicherheitsgründen wurden während der Sprengung nahegelegene Straßen sowie ein Abschnitt des Erft-Flusses vorübergehend gesperrt. Anwohner in der Umgebung berichteten jedoch von keinen Beeinträchtigungen. Einige Teile der Anlage, darunter die 550 Meter lange Maschinenhalle, stehen weiterhin unter Denkmalschutz.

Auf dem 70 Hektar großen Gelände entsteht in Kürze im zentralen Kraftwerksgebäude ein Rechenzentrum für die Landes-IT NRW. Zudem sind ein Innovations- und Bildungscampus mit Schwerpunkt IT-Sicherheit für die öffentliche Verwaltung geplant. Bisher wurden für den Standort jedoch keine weiteren gewerblichen oder industriellen Projekte offiziell angekündigt.

Ziel der Neugestaltung ist es, Frimmersdorf zu einem digitalen und innovativen Standort auszubauen und so den Strukturwandel der Region weg vom Braunkohleabbau hin zu Technologie und Dienstleistungen zu unterstützen.

Durch den Abriss wird Platz für neue Einrichtungen geschaffen, darunter ein Rechenzentrum und ein IT-Sicherheitscampus. Die Umwandlung des Geländes steht exemplarisch für die Bemühungen, die Wirtschaft im Rheinland zu modernisieren. Weitere Details zu zusätzlichen Projekten stehen noch aus.